Ein Fest der Saitenklänge
Rückblick auf den HarfenNetzewerk Tag 2026
Am 18. April 2026 verwandelte sich der MdW-Standort am Rennweg in ein pulsierendes Zentrum für Harfenbegeisterte. Der Harfennetzwerktag bot eine Plattform für Austausch, Lernen und gemeinsames Musizieren, die weit über die Grenzen Wiens hinaus ein beeindruckendes Echo in der Harfenwelt fand.
Inspirierende Workshops: Von der Technik zum Groove
Das Programm bot eine breite Palette an Themen, die sowohl technische Grundlagen als auch neue musikalische Horizonte abdeckten:
- Warm-up mit Mona Smale: Der Tag startete dynamisch mit gezielten Übungen zur körperlichen Lockerung und Vorbereitung auf das Spiel, was bei den Teilnehmer:innen für einen fokussierten Start sorgte.
- Irische Harfe mit Martina Leutschacher: Hier tauchten die Spieler:innen in die Welt der Folkmusik ein. Martina vermittelte mit viel Feingefühl die stilistischen Besonderheiten und Spielweisen der keltischen Tradition.
- Rhythmen auf der Harfe mit Evelyn Huber: die renommierte Harfenistin brachte frischen Wind und moderne Grooves in den Saal. Ihr Workshop zeigte eindrucksvoll, wie perkussiv und rhythmisch vielseitig das Instrument eingesetzt werden kann.
- Kompositionsworkshop für Kinder: Ein besonderes Highlight war die Session mit Magdalena Fürntratt. Die jungen Harfenist:innen konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eigene kleine Werke erschaffen – ein Erlebnis, das sichtlich Stolz und Begeisterung auslöste.
Handwerk zum Anfassen: die Fachausstellung
In den Pausen herrschte reger Andrang bei den Ausstellern. Die Teilnehmer:innen hatten die seltene Gelegenheit, Instrumente verschiedenster Bauweisen direkt zu vergleichen und sich fachkundig beraten zu lassen:
Musikhaus Kerschbaum: Noten, Zubehör und eine breite Auswahl an Haken- und Konzertharfen.
Mürnseer Harfenbau: Traditionelle Handwerkskunst aus den Alpen.
Schwarzmann Harfen: Innovative Technik und erstklassiger Klang.
Franziska Kolb: Individueller Harfenbau mit Liebe zum Detail.
Konzert-Highlight: „Klassenabend on Tour“
Einen ersten Höhepunkt bildete ein gemeinsames Konzert, das die Brücke zwischen Ausbildung und Studium schlug. Unter dem Motto „on Tour“ musizierten verschiedene Institutionen Hand in Hand:
- Musikschule Meidling
- Johann Sebastian Bach Musikschule
- Mdw – Institut Alma Rosé
Die Vielfalt der dargebotenen Stücke spiegelte die Freude am gemeinsamen Musizieren wider. Besonders die Mischung aus jungen Talenten und fortgeschrittenen Studierenden schuf eine motivierende Atmosphäre, die das Publikum begeisterte.
Ein glanzvoller Ausklang: Evelyn Huber im Kulturverein Redtenbach
Nach einem Tag voller Workshop-Impulse und regem Austausch fand die Veranstaltung ihren emotionalen und künstlerischen Höhepunkt am Abend. Der Kulturverein Redtenbach bot den idealen Rahmen für ein Exklusivkonzert von Evelyn Huber, das von den Gästen als wahrer „Ohrenschmaus“ bezeichnet wurde.
Mit ihrer unvergleichlichen Virtuosität und ihrem charmanten Auftreten entführte Evelyn das Publikum in Klangwelten jenseits der klassischen Erwartungen. Von jazzigen Arrangements bis hin zu meditativen Weltmusik-Einflüssen bewies sie, warum sie als eine der innovativsten Harfenistinnen unserer Zeit gilt. Es war ein würdiger Abschluss, der die Inspiration des Netzwerktages perfekt abrundete und die Besucher mit bleibenden Eindrücken in den Abend entließ.
Der Harfennetzwerktag am Rennweg war ein voller Erfolg. Die Kombination aus hochkarätigen Dozentinnen, handwerklicher Expertise und dem generations-übergreifenden Austausch hat gezeigt, wie lebendig und vernetzt die Harfenszene aktuell ist. Die große Begeisterung der Teilnehmer:innen lässt bereits jetzt die Vorfreude auf das nächste Treffen in Kärnten steigen!
Andrea Hampl
Zeitschrift - Verband der Harfenisten in Deutschland
Das „Harfenfestival 2024“ fand vom 14. Bis 16. Juni 2024 statt.
Nach einer langen Zeit hatte die Musikschule Kreuzenstein wieder die Möglichkeit ein Harfenfestival zu veranstalten, unter Mitwirkung von zwei anderen Musikschulen aus Niederösterreich, die Musikschule Krems, und die Regionalmusikschule Stockerau.
Nach der Ankunft der TeilnehmerInnen und den Instrumentenaustellern am Freitag, 14.06. hat am Nachmittag Herr Direktor Thomas Stockhammer offizielle die Veranstaltung mit seiner Begrüßung eröffnet. Als erste begrüßte Dir. Stockhammer Frau Bürgermeister Magdalena Batoha von Leobendorf, und Frau Kulturreferentin Andrea Hohenecker, dann wurde die Dozentin Andrea Hampl begrüßt, der andere Dozent Adrian Nowak war noch nicht anwesend, dann die drei Aussteller Musikhaus Fackler aus Traunstein (D), Ferenc Papfalvy aus Budapest (H) und Gabriel Schwarzmann aus Langenzersdorf wurden von der Projektleiterin Zsuzsanna Aba-Nagy vorgestellt, und damit wurde das Harfenfestival eröffnet.
Die Gäste haben sich zuerst die Harfenausstellung angeschaut, wo Gabriel Schwarzmann, als junger Harfenhersteller in der Branche sich vorgestellt hat, und bis zum Eröffnungskonzert konnte man sich die wunderschönen Instrumente ausprobieren, die Klänge vergleichen, und sich in die Angebote von Noten einzutauchen.
Um 18:30 Uhr nach der Begrüßung vom Herrn Direktor Thomas Stockhammer haben sich die verschiedenen Ensembles aus drei Musikschulen mit ihrem musikalischen Beitrag vorgestellt. Zuerst hat das Publikum das Programm von dem Harfenquartett und von dem Harfenduo der Musikschule Krems sich angehört, danach hat es die „Zupferei Bisamberg“ der Regionalmusikschule Kreuzenstein und „Die 5 Musikanten“ der Musikschule Stockerau genossen. Am Ende des Konzerts hatte die Dozentin Andrea Hampl eine Kostprobe aus ihrem Programm vom Dozentenkonzert gegeben.
Am 15. Juni konnten die TeilnehmerInnen wehrend den zwei Einheiten je am Vormittag und am Nachmittag mit den DozentInnen arbeiten.
Andrea Hampl Spezialistin in der Österreichischen Volksmusik. Mit ihrer Art, mit ihrer Person hat sie es geschafft ihre Gruppe die Vielfalt der Volksmusik bekanntzumachen und die Gruppe zur Begeisterung für Volksmusik zu bringen.
Adrian Nowak ist ein Harfenist, der mit der Konzertharfe ein Klassisches Repertoire beherrscht, der auch ein hervorragender Improvisator ist.
Nach dem intensiven Tag haben die zwei DozentInnen ein Konzert gegeben. In der ersten Hälfte des Konzerts hat Adrian Nowak Werke aus der Barockzeit und Zeitgenössische Kompositionen gespielt, wobei das Publikum seine breite Palette von Klangwelten erleben konnte. Andrea Hampl mit ihren Kollegin Gudrun Hartner bildet das Harfenduo „saitnvarkehrt“, sie spielten Volksmusik aus allen Bundesländern von Österreich, mit viel Humor, und haben das Publikum vor allem die Kinder eingebunden. Das sehr gut gelungene Konzert war ein schöner Ausklang des Tages.
Am Sonntag 16. Juni hielten die DozentInnen die letzte Einheit des Workshops. Anschließend zeigten die beiden Gruppen im Rahmen des Abschlusskonzerts ihr Können, was sie während des Workshops gelernt haben. Es ist unglaublich, was die beiden Gruppen innerhalb der kurzen Zeit gelernt haben, und es mit voller Begeisterung beim Konzert Präsentiert haben.
Wir freuen uns sehr auf das nächste Harfenfestival!
Zsuzsanna Aba-Nagy MA
Harfenlehrerin der Musikschule Kreuzenstein und Leiterin des Projekts „Harfenfestival 2024“
HarfenNetzwerk ON TOUR 2024
1. HarfenNetzwerk Tag am 13. April 2024 in Vöcklabruck
Ein abwechslungsreiches, aber vor allem interessantes Programm bot der erstmals stattfindende Harfennetzwerktag an der Landesmusikschule Vöcklabruck. Verschiedenste Vorträge und Workshops wurden den TeilnehmerInnen aus allen 9 Bundesländern geboten. Ein besonderes Highlight war bestimmt der Vortrag über das Leben und Wirken von Harfenmutter Berta Höller, welche in Vöcklabruck gelebt hatte. Ihre Tochter Maria und ihr Sohn Hermann erzählten darüber, wie Berta denn zur Volksharfe kam, über ihre Ausbildung, ihr Zuhause und ihre Familie und abschließend über ihr großes Engagement für die Harfe und die Volksmusik. Die Krönung dieses Vortrags war der anschließende Besuch bei Berta Höller zu Hause. Dort durften alle TeilnehmerInnen die 400 Jahre alte Stube, wo Berta auch viele Jahrzehnte unterrichtete, bestaunen. Im Anschluss genossen alle noch ein selbstgemachtes Stück Apfelstrudel im Garten der Höllers. Mit Sicherheit war das für alle HarfenistInnen ein unvergessliches Erlebnis, an welches sie sich gerne zurück erinnern werden. Der Nachmittag war dann mit einem breiten Angebot an Vorträgen und Workshops zu verschiedensten Themen gefüllt, bei welchen man individuell teilnehmen konnte. Viel Interessantes rund um das Harfenspiel, den Harfenunterricht und die Harfe selbst durften wir nach diesem Tag mit nach Hause nehmen. Vielen Dank an die OrganisatorInnen dieses Netzwerktages, wir waren durchaus begeistert in Vöcklabruck, beim ersten Harfennetzwerktag, dabei gewesen zu sein.
Hanna Maizner, Studentin Musikerziehung/Instrumentalmusikerziehung, Mozarteum Innsbruck
30. Harfentag Liechtenstein
Als Ernst Walch am 3. September 2023 in Liechtenstein zum 30. Harfentag in sein Haus einlud, gaben sich neben HarfenschülerInnen der Liechtensteinischen Musikschule mit ihren Familien, auch Annelies Brandstätter-Arnold (ehemalige Harfenlehrerin der LMS und Harfenprofessorin am Vorarlberger Landeskonservatorium), Sonja Bühler-Schuler von der MS Bregenz und Dornbirn, Andrea Gamper, Harfenlehrerin der MS Feldkirch, Walgau und Montafon, sowie Prof. Viktor Hartobanu von der Stella Vorarlberg Privathochschule ein Stelldichein. Extra zum Jubiläum aus Traunstein angereist war dieses Jahr auch Silke Aichhorn, die literarische und musikalische Schmankerln zum Besten gab.
Das Motto des WalHaTa heißt immer: Harfe mitbringen und ein Stück, egal in welcher Besetzung, zum Besten geben.
Ein Muss jedes Jahr: ‚Alter Walzer‘, ob jung, ob alt, ob Anfänger oder Professor, miteinander zu musizieren. Eine Klangwolke, bestehend aus 25 Harfen und weiteren Instrumenten ließ die Walhalla erklingen. Für das leibliche Wohl sorgt jedes Jahr der Hausherr Ernst Walch mit seinen HelferInnen. So wurde in lockerer Atmosphäre vom Mittag bis in den späten Nachmittag in verschiedenen Stilrichtungen musiziert. Am Abend setzte sich dann noch einmal der ‚Harfenpapa‘ von Liechtenstein an die Harfe und spielte mit den Übriggebliebenen zum Tanz auf.
Wir schätzen dieses wunderbare Treffen an diesem schönen Ort, das uns zu einer großen Harfenfamilie werden lässt. Danke Ernst!!!
Gertrud Kaufmann-Greiner, Harfenlehrerin an der Liechtensteinischen Musikschule